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ponedjeljak

studeni

2012

Wozu die Sexarbeiterinnen zu mir kommen

Hallo, liebe Besucher. Letztes Mal habe ich mich selbst vorgestellt und heute möchte ich euch über die Probleme der Prostituierten berichten. Die Probleme sind meist sehr klein, können unter Umständen aber auch fatal sein. Für die Sexarbeiterinnen bin ich da, weil ich weiß, dass sie oft von der Gesellschaft verstoßen werden und eigentlich niemandem zum Reden haben oder jemanden, der ihnen hilft. Oft ist seelischer Beistand derjenige, der hilft über viele Probleme hinwegzukommen. Ich bin da, wenn Hilfe gebraucht wird und meist lösen sich die Probleme nach einem klärenden Gespräch von ganz alleine wieder auf.

Geschlechtskrankheiten

Durch die ständig wechselnde Kundschaft der Sexarbeiterinnen ist es quasi vorprogrammiert, dass sich zahlreiche Geschlechtskrankheiten ansiedeln. Kondome helfen zwar, bieten aber auch keinen absoluten Schutz, da durch die Schleimhäute die Bakterien und Viren weiterhin übertragen werden. Weil die Meisten durch die Art ihrer Arbeit über keinen Versicherungsschutz verfügen, haben wir eigene Ärzte, die Medikamente bereitstellen und die Damen freiwillig behandeln. Ein einfaches Antibiotikum reicht bei den meisten Krankheiten aus und diese sind im Nu wieder kuriert. Bei schwereren Krankheiten wie Aids bieten wir seelische Unterstützung und begleiten die Damen auch bei Arztbesuchen, weil diese meist enorm belastend sind.

Seelischer Beistand

Ein weiteres Thema, dass bei Sexarbeiterinnen hoch im Kurs ist, ist die seelische Belastung ihres Berufes. Meist haben sie sehr viele schlechte Erfahrungen mit der Kundschaft gesammelt und möchten sich ihre Seele erleichtern. Viele brauchen auch Hilfe um aus dem Rotlichtmilieu zu kommen und da engagieren wir uns auch stark, weil unser Ziel ist die Prostitution, die meist mit vielen Gefahren verbunden ist, aufzulösen. Wenn eine Dame wirklich aussteigen möchte, kümmern wir uns um die Verschleierung der Identität und helfen ihnen umzuziehen, so dass sie nicht wieder in den Teufelskreis geraten in welchem sie meist sehr viele Jahre gefangen waren.

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srijeda

studeni

2012

Über die Arbeit auf dem Strich

Hallo liebe Besucher. Mein Name ist Anna, Spitzname Honey Lipps, und ich bin 33 Jahre alt. Ich bin seit ungefähr 4 Jahren Sozialarbeiterin. Davor habe ich auf dem Strich gearbeitet und habe selbst mit angesehen, wie mein Leben den Bach heruntergeht. Zwar habe ich sehr viel Geld verdient, doch hat das Geld bei mir den Effekt ausgelöst, dass ich immer mehr wollte und deswegen immer mehr bereit war zu opfern. Zwar behaupten die meisten Damen, die im Milieu arbeiten, sie machen das freiwillig, doch weiß ich nur zu gut, dass die Meisten sich selbst zwingen und dann nicht mehr rauskommen.

Wie man in das Milieu kommt

Die Arbeit auf der Straße hat einen großen Vorteil, nämlich das Geld, das man verdient. Es kommt leicht und genauso leicht geht es aber auch wieder weg. Die meisten Damen fangen an und möchten sich selbst aus einer akuten finanziellen Misslage befreien. Wenn sie aber dann sehen, wie schnell man das Geld verdienen kann, bleiben sie bei ihrem Beruf, sehen aber nicht ein, dass es kein erfülltes Leben ist, weil sie sich einige Möglichkeiten, welche Menschen, die einen normalen Beruf ausüben, normalerweise haben.

Die Unmöglichkeit an einen normalen Job zu kommen

Straßenarbeiterinnen, wie ich sie nun nennen möchte, haben enorme Schwierigkeiten bei der Findung eines normalen Berufes. Grund dafür ist, dass die lokalen Arbeitgeber bereits wissen, womit die Damen davor ihre Brötchen verdient haben. Außerdem ist es schwer eine oft jahrelange Lücke im Lebenslauf zu erklären ohne sagen zu müssen, dass man auf dem Strich gearbeitet hat. Das zweite arbeitsbezogene Problem ist, dass auch wenn man eine Arbeitsstelle findet, diese im Gegensatz zu der Arbeit auf der Straße viel geringer bezahlt wird und den Damen, die es geschafft haben einen Job zu finden, schnell die Motivation verfliegt.

Die Unmöglichkeit der Familiengründung

Die Straßenarbeiterinnen haben neben dem Jobproblem auch das Problem eine Familie zu gründen. Männer und Frauen schauen bei der Wahl ihres Partners auf eine mehr oder weniger saubere Vergangenheit und wenn den potenziellen Partnern ehrlich gesagt wird, womit man sich beschäftigt, winken die Meisten nur ab und gehen weiter. Nur sehr Wenige haben Interesse eine Partnerin mit solch einer Vergangenheit zu haben, nicht zuletzt, weil die Versuchung wieder ins Milieu abzusteigen mehr als groß ist und wenn eine Familie bereits gegründet wurde, wäre solch ein Vorkommnis mehr als fatal. Die Vergangenheit holt einen oft wieder ein, wie ich nicht selten feststellen musste.

Meine Aufgabe

Ich bin dazu da Straßenarbeiterinnen bei ihren Problemen zu betreuen, sie aufzubauen, ihnen Mut zu machen und ab und an auch materiell zu helfen, in Form von Kondomen oder Schwangerschafts- und Aidstests. Wenn eine Straßenarbeiterin aussteigen möchte, helfe ich natürlich gerne und tue alles in meiner Macht stehende um sie herauszuboxen. Oft werden meine Mühen aber nicht belohnt, weil die Damen, denen ich geholfen habe, wieder ins Milieu zurückgehen. Dies belastet mich aber nicht wirklich, weil ich von den Gefahren und Versuchungen weiß und die Entscheidungen verstehe. Mit diesem Blog werde ich euch auch von dem Leben der Straßenarbeiterinnen berichten.

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