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petak

prosinac

2012

Ein paar Tage Pause

Ich werde mir nun ein paar Tage Pause gönnen. Die Weihnachtszeit hat mich echt geschafft. Gerade, wenn die schönen Tage im Jahr anfangen, merkt man doch intensiv das Elend, in welches die Escort Girls hineingeraten sind. Die ganzen Feiertage musste ich arbeiten, doch jetzt überlasse ich meinem Kollegen die Oberhand, der sicherlich auch eine tolle Anlaufstelle für unsere Mädels ist, die Hilfe brauchen. Wer zu mir kommen möchte, muss bis Mitte Januar warten. Endlich kann auch ich mich ein wenig erholen und neue Kräfte tanken um meine Arbeit wie gewohnt weiter erledigen zu können.

Wohin es mich zieht

Im kalten und trüben Deutschland hält es mich jetzt nicht unbedingt. Ich habe zwar noch nichts gebucht, aber ich kann mir gut vorstellen eine Reise in die Karibik zu unternehmen. Gerade letztens habe ich einige Bilder von einer Freundin gesehen, die dort eine Kreuzfahrt unternommen hat. Für eine Kreuzfahrt reicht das Geld zwar nicht, aber ich werde dorthin fliegen und einfach mal am Strand entspannen und es mir unter der Sonne gut gehen lassen. Später werde ich mich mal nach einigen Angeboten umsehen. Alternativ habe ich vor die Fiji Inseln zu besuchen. Dort war ich noch nie, obwohl ich es immer so sehr wollte.

Nachricht an alle Escort Girls

Auch wenn ich sicherlich nichts mit euch direkt zu tun habe, möchte ich euch trotzdem noch, vor meinem Urlaub, einige Worte ausrichten. Wenn ihr Probleme habt, könnt ihr euch ruhigen Gewissens an den Sozialarbeiter wenden, der sein Büro in der Nähe hat oder bestimmte Bezirke besucht. Ihr braucht euch vor niemandem zu fürchten. Der Sozialarbeiter oder die Sozialarbeiterin wird ein offenes Ohr für alle Girls von Chicadelivery haben und versuchen euch so gut es geht zu helfen. Natürlich können keine Wunder vollbracht werden und es liegt auch an euch, ob ihr euch von einem Problem befreien könnt. Man muss nur den ersten Schritt machen!

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petak

prosinac

2012

Warum ich trotz schlechter Erfahrungen meinen Job weitermache

Mein Job ist ganz und gar nicht immer einfach und ich werde sehr oft auch demotiviert, würden die Meisten sagen. Der Grund dafür ist, dass die Escort Girls von chicadelivery.com beispielsweise nicht immer den Ausstieg schaffen, ich sie aber dazu nicht zwingen kann. Nachdem ich aber einem Mädchen über einen sehr langen Zeitraum beistand und sie fast aus den Klauen des Milieus befreit habe und sie dann geht, ist das wahrlich nicht wirklich effizient. Trotzdem investiere ich viele Anstrengungen in die Mädels, weil auch wenn nur eine von Hundert den Ausstieg schafft, habe ich schon Einiges bewirkt.

Nicht nur die Mädels sind betroffen

Die Problematik bei den Escort Girls haben nicht nur diese selbst zu tragen. Vielmehr ist die ganze Familie von dem Schicksal der Mädchen betroffen und leidet darunter. Oft finden die Mädels aber, es wäre keine gute Idee sich von ihrer Familie helfen zu lassen, weil sie sie nicht noch mehr leiden lassen wollen. Bin ich in der Lage einem Mädchen zu helfen, helfe ich automatisch auch ihrer Familie und nicht selten gab es eine Familienzusammenführung dank meiner Arbeit, was mich zusätzlich motiviert und mir einen Grund gibt meine Hoffnungen nicht aufzugeben.

Die Probleme der Gesellschaft

Nachhaltig helfe ich auch der Gesellschaft mit der Hilfe gegenüber den Escort Girls. Viele werden gezwungen ihre Arbeit zu verrichten und trauen sich nicht aus den Klemmen der Zuhälter auszubrechen. Indem ich ihnen helfe, bekommen sie Vertrauen und Mut aus zu steigen. Jedes Escort Girl, das aufhört, ist ein empfindlicher Treffer für einen jeden Zuhälter, vor allem aus der finanziellen Perspektive. Die Auftreibung eines neuen Mädchens kostet viel und ständige „Fehlinvestitionen“ führen zur Pleite, die ich mit meinem aktiven Engagement herbeiführen möchte. Schön wäre es, wenn sich weitere Freiwillige diesem Vorhaben verpflichten und sich für eine Welt ohne Zwang einsetzen würden.

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utorak

prosinac

2012

Eine sehr schöne Erfahrung

Als Hilfe für Sexarbeiterinnen wird man immer wieder enttäuscht. Man kann es den Mädchen aber auch nicht wirklich übel nehmen, weil es manchmal ein wirklich nicht zu durchdringender Kreis ist, den sie durchbrechen müssen um aus dem Milieu herauszukommen. Demzufolge sollte es keinen freiwilligen Helfer für Sexarbeiterinnen demotivieren sondern weiterhin anspornen das zu tun, was man sich vorstellt und den Mädchen zu helfen, die Hilfe benötigen. Ich möchte euch heute von einem Fall erzählen bei dem es besonders schwer war. Am Ende hat es das Escort Girl aber geschafft und lebt heute ganz normal, wie jede andere Frau auch.

Arbeiten unter Druck

Das Mädchen hat bei einem Escort Service damals angefangen. Was sie nicht wusste war, dass sie am Ende zum Sex gezwungen wird. Sie nahm es erst einmal hin und am Ende konnte sie nicht mehr raus, weil ihr Arbeitgeber sie nicht gehen lassen sollte. Sie hatte sich vorgestellt, dass sie Männer nur begleiten sollte. Sie hat sich an mich gewandt und ein paar Mal haben wir probiert sie aus dem Milieu zu bekommen, was nicht geklappt hat, weil sie es gegen Ende, als man wirklich tätig werden musste, immer mit der Angst zu tun bekommen hat.

Was am Ende geschah

Als sie wirklich nicht mehr konnte, hat sie sich noch einmal an mich gewandt. Ich habe die Verzweiflung in ihren Augen gesehen und ich konnte sie überreden ihren „Arbeitgeber“ anzuzeigen, was sie auch tat. Die Gerichtsverhandlung war erfolgreich und der Mensch, der sie die ganze Zeit zwang mit zahlreichen Kunden Sex zu haben, wanderte für mehrere Jahre hinter Gittern. Das Mädchen lebt mit einer anderen Identität in einer fremden Stadt. Ich habe immer noch Kontakt zu ihr und es geht ihr blendend. Sie wohnt zusammen mit ihrem Partner, hat einen normalen Job und genießt das Leben. Ein Beispiel für ein schönes Ende.

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ponedjeljak

studeni

2012

Wozu die Sexarbeiterinnen zu mir kommen

Hallo, liebe Besucher. Letztes Mal habe ich mich selbst vorgestellt und heute möchte ich euch über die Probleme der Prostituierten berichten. Die Probleme sind meist sehr klein, können unter Umständen aber auch fatal sein. Für die Sexarbeiterinnen bin ich da, weil ich weiß, dass sie oft von der Gesellschaft verstoßen werden und eigentlich niemandem zum Reden haben oder jemanden, der ihnen hilft. Oft ist seelischer Beistand derjenige, der hilft über viele Probleme hinwegzukommen. Ich bin da, wenn Hilfe gebraucht wird und meist lösen sich die Probleme nach einem klärenden Gespräch von ganz alleine wieder auf.

Geschlechtskrankheiten

Durch die ständig wechselnde Kundschaft der Sexarbeiterinnen ist es quasi vorprogrammiert, dass sich zahlreiche Geschlechtskrankheiten ansiedeln. Kondome helfen zwar, bieten aber auch keinen absoluten Schutz, da durch die Schleimhäute die Bakterien und Viren weiterhin übertragen werden. Weil die Meisten durch die Art ihrer Arbeit über keinen Versicherungsschutz verfügen, haben wir eigene Ärzte, die Medikamente bereitstellen und die Damen freiwillig behandeln. Ein einfaches Antibiotikum reicht bei den meisten Krankheiten aus und diese sind im Nu wieder kuriert. Bei schwereren Krankheiten wie Aids bieten wir seelische Unterstützung und begleiten die Damen auch bei Arztbesuchen, weil diese meist enorm belastend sind.

Seelischer Beistand

Ein weiteres Thema, dass bei Sexarbeiterinnen hoch im Kurs ist, ist die seelische Belastung ihres Berufes. Meist haben sie sehr viele schlechte Erfahrungen mit der Kundschaft gesammelt und möchten sich ihre Seele erleichtern. Viele brauchen auch Hilfe um aus dem Rotlichtmilieu zu kommen und da engagieren wir uns auch stark, weil unser Ziel ist die Prostitution, die meist mit vielen Gefahren verbunden ist, aufzulösen. Wenn eine Dame wirklich aussteigen möchte, kümmern wir uns um die Verschleierung der Identität und helfen ihnen umzuziehen, so dass sie nicht wieder in den Teufelskreis geraten in welchem sie meist sehr viele Jahre gefangen waren.

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srijeda

studeni

2012

Über die Arbeit auf dem Strich

Hallo liebe Besucher. Mein Name ist Anna, Spitzname Honey Lipps, und ich bin 33 Jahre alt. Ich bin seit ungefähr 4 Jahren Sozialarbeiterin. Davor habe ich auf dem Strich gearbeitet und habe selbst mit angesehen, wie mein Leben den Bach heruntergeht. Zwar habe ich sehr viel Geld verdient, doch hat das Geld bei mir den Effekt ausgelöst, dass ich immer mehr wollte und deswegen immer mehr bereit war zu opfern. Zwar behaupten die meisten Damen, die im Milieu arbeiten, sie machen das freiwillig, doch weiß ich nur zu gut, dass die Meisten sich selbst zwingen und dann nicht mehr rauskommen.

Wie man in das Milieu kommt

Die Arbeit auf der Straße hat einen großen Vorteil, nämlich das Geld, das man verdient. Es kommt leicht und genauso leicht geht es aber auch wieder weg. Die meisten Damen fangen an und möchten sich selbst aus einer akuten finanziellen Misslage befreien. Wenn sie aber dann sehen, wie schnell man das Geld verdienen kann, bleiben sie bei ihrem Beruf, sehen aber nicht ein, dass es kein erfülltes Leben ist, weil sie sich einige Möglichkeiten, welche Menschen, die einen normalen Beruf ausüben, normalerweise haben.

Die Unmöglichkeit an einen normalen Job zu kommen

Straßenarbeiterinnen, wie ich sie nun nennen möchte, haben enorme Schwierigkeiten bei der Findung eines normalen Berufes. Grund dafür ist, dass die lokalen Arbeitgeber bereits wissen, womit die Damen davor ihre Brötchen verdient haben. Außerdem ist es schwer eine oft jahrelange Lücke im Lebenslauf zu erklären ohne sagen zu müssen, dass man auf dem Strich gearbeitet hat. Das zweite arbeitsbezogene Problem ist, dass auch wenn man eine Arbeitsstelle findet, diese im Gegensatz zu der Arbeit auf der Straße viel geringer bezahlt wird und den Damen, die es geschafft haben einen Job zu finden, schnell die Motivation verfliegt.

Die Unmöglichkeit der Familiengründung

Die Straßenarbeiterinnen haben neben dem Jobproblem auch das Problem eine Familie zu gründen. Männer und Frauen schauen bei der Wahl ihres Partners auf eine mehr oder weniger saubere Vergangenheit und wenn den potenziellen Partnern ehrlich gesagt wird, womit man sich beschäftigt, winken die Meisten nur ab und gehen weiter. Nur sehr Wenige haben Interesse eine Partnerin mit solch einer Vergangenheit zu haben, nicht zuletzt, weil die Versuchung wieder ins Milieu abzusteigen mehr als groß ist und wenn eine Familie bereits gegründet wurde, wäre solch ein Vorkommnis mehr als fatal. Die Vergangenheit holt einen oft wieder ein, wie ich nicht selten feststellen musste.

Meine Aufgabe

Ich bin dazu da Straßenarbeiterinnen bei ihren Problemen zu betreuen, sie aufzubauen, ihnen Mut zu machen und ab und an auch materiell zu helfen, in Form von Kondomen oder Schwangerschafts- und Aidstests. Wenn eine Straßenarbeiterin aussteigen möchte, helfe ich natürlich gerne und tue alles in meiner Macht stehende um sie herauszuboxen. Oft werden meine Mühen aber nicht belohnt, weil die Damen, denen ich geholfen habe, wieder ins Milieu zurückgehen. Dies belastet mich aber nicht wirklich, weil ich von den Gefahren und Versuchungen weiß und die Entscheidungen verstehe. Mit diesem Blog werde ich euch auch von dem Leben der Straßenarbeiterinnen berichten.

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